Archiv der Kategorie: Geschichte

Mittelalterlicher Aquädukt in Jerusalem freigelegt

Bei Kanalisationsarbeiten nahe dem Sultanteich in Jerusalem ist ein Teil des alten Aquädukts der Stadt freigelegt worden. Bei anschließenden Ausgrabungsarbeiten entdeckten Archäologen der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) eine spektakuläre Brücke, die Teil der alten Wasserleitung zum Tempelberg war.

Foto: IAA

„Die Brücke, die noch am Ende des 19. Jahrhunderts zu sehen war und auf alten Fotographien erscheint, wurde im 20. Jahrhundert verdeckt. Wir waren begeistert, als sie während der Ausgrabungen plötzlich wieder in all ihrer Pracht erschien“, berichtet Yehiel Zelinger von der IAA. „Die Route des niedrig gelegenen Aquädukts von den Salomon-Teichen nahe Bethlehem bis zum Tempelberg ist Wissenschaftlern gut bekannt; große Teile davon wurde am Rand des Viertels Yemin Moshe und am Hang neben der Westmauer der Altstadt dokumentiert.“

Zelinger erläutert weiter: „Die Brücke wurde 1320 [in der Mamelucken-Periode] von Sultan Nasser al-Din Muhammed Ibn Qalawun gebaut, wie sich aufgrund der Weihinschrift erkennen lässt. Offensichtlich wurde sie jedoch gebaut, um eine frühere Brücke aus der Zeit des Zweiten Tempels zu ersetzen, die Teil des ursprünglichen Aquädukts war.“

(Außenministerium des Staates Israel, 10.05.10)

65 Jahre nach Kriegsende: Peres in Moskau

Israels Präsident Shimon Peres hat am Sonntag in Moskau Israel bei den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag des Siegs der Roten Armee über Nazideutschland repräsentiert.

Foto: GPO

Gemeinsam mit weiteren 30 Präsidenten und Staatsoberhäuptern wohnte Peres der großen Militärparade bei, im Rahmen derer Zehntausende russischer Soldaten sowie Delegationen der Alliierten unter der  Führung von Großbritannien und den USA an der Präsidententribüne vorbeimarschierten, ergänzt durch eine militärische Flugschau und einer Parade russischer Panzer und Raketen. Anschließend legten die Staatsoberhäupter Kränze am Grab des Unbekannten Soldaten nieder, woraufhin sie der russische Präsident Dimitri Medwedew zu einem Gala-Empfang in den Kreml einlud.

Foto: GPO

Peres nutzte die Gelegenheit, um mit den Präsidenten Chinas, Russlands, Kasachstans, Aserbaidschans und Kroatiens sowie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel politische Gespräche zu führen.

Bei seinem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao kam Peres neben den guten Beziehungen zwischen Israel und China auch auf die iranische Bedrohung zu sprechen, wobei er seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, China möge seine Fähigkeiten nutzen, um den Iran in Schranken zu halten.

Mit Medwedew sprach Israels Präsident über den Fortschritt der Friedensgespräche mit den Palästinensern, die Frage des syrischen Waffenschmuggels an die Hisbollah und die Stärkung der strategischen Beziehungen zwischen Russland und Israel. Dabei bekräftigte Peres, dass Israel keinerlei Interesse an einem Krieg mit Syrien habe, sondern einen wirklichen Frieden auch mit diesem Nachbarn anstrebe.

Bundeskanzlerin Merkel zeigte großes Interesse an der Aufnahme der Annäherungsgespräche zwischen Israel und den Palästinensern und wiederholte, dass  Deutschland sich zur Unterstützung des Nahostfriedensprozesses verpflichtet fühle.

(Außenministerium des Staates Israel, 09.05.10)