Israelischer Soldat stirbt bei Zwischenfall an libanesischer Grenze

Bei dem gestrigen Feuergefecht an der Grenze zum Libanon sind ein israelischer Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Ihre Einheit war bei einer Routinepatrouille auf israelischem Territorium von libanesischen Scharfschützen beschossen worden, woraufhin die israelische Armee das Feuer erwiderte.

Bei dem israelischen Todesopfer handelt es sich um den 45jährigen Oberstleutnant d. Res. Dov Harari (Bild) aus Netanya, der als Bataillonskommandant seinen Reservedienst ableistete. Der 30jährige Hauptmann Ezra Lakia aus Kfar Harif erlitt bei dem libanesischen Angriff schwere Verletzungen.

Der Zwischenfall ereignete sich nahe der israelischen Ortschaft Misgav Am, und zwar östlich der international anerkannten Grenze zwischen Israel und dem Libanon („Blaue Linie“) und westlich des Sicherheitszauns, d.h. eindeutig innerhalb des israelischen Hoheitsgebiets.

Foto: IDF

Der ungarische Diplomat Milos Strugar, der als politischer Berater für die UN-Truppen im Libanon (UNIFIL) fungiert, bestätigte heute Morgen im israelischen Armeeradio, dass die von der israelischen Patrouille an der Grenze durchgeführten Arbeiten innerhalb israelischen Territoriums vonstatten gegangen und zudem im voraus mit der libanesischen Armee abgestimmt waren.

Foto: Reuters

„Ich kann bestätigen, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte die Baumbeschneidungsarbeiten entlang der Grenze mit der libanesischen Armee via UNIFIL koordiniert hatten. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte informierten UNIFIL, dass sie einen Baum nördlich des Grenzzauns, aber südlich der internationalen Grenze beschneiden würden.“ Diese Auskunft habe man dann der libanesischen Armee weitergegeben.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 04.08.10)

„Ich kann bestätigen, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte die Baumbeschneidungsarbeiten entlang der Grenze mit der libanesischen Armee via UNIFIL koordiniert hatten. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte informierten UNIFIL, dass sie einen Baum nördlich des Grenzzauns, aber südlich der internationalen Grenze beschneiden würden.“ Diese Auskunft habe man dann der libanesischen Armee weitergegeben.

(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 04.08.10)

Hisbollah droht mit Vergeltung

Der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, hat am Dienstag in einer Videobotschaft an seine Anhänger erklärt, seine Organisation stünde bereit, Vergeltung gegenüber Israel zu üben, sobald die libanesische Armee dies wünsche.

„Wir haben dem libanesischen Militär mitgeteilt: Wir sind bereit, wir sind mit Euch, und wir werden Euch bei allem helfen, wenn wir gebraucht werden. Unsere Leute und unsere Ausrüstung stehen Euch zur Verfügung“, berichtete der Führer der schiitischen Terrororganisation. „Ich sage ehrlich: Wir werden nicht mit verschränkten Armen dasitzen, und die zum Angriff auf das libanesische Militär ausgestreckte israelische Hand wird von der Opposition [d.i. die Hisbollah] abgehackt werden.“

(Yedioth Ahronot, 03.08.10)

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