Koexistenz durch Fußball

Rund 350 israelische, palästinensische und jordanische Schulkinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren haben kürzlich an einem großen Fußballturnier im Wolfson-Hodorov-Stadium in Holon teilgenommen. Dabei handelte es sich um den alljährlichen Höhepunkt der Aktivitäten der Organisation Mifalot.

Mifalot wurde 1997 von den Eigentümern des Fußballvereins Hapoel Tel Aviv gegründet und arbeitet auf die Überbrückung sozialer, politischer, religiöser und ethnischer Klüfte im Nahen Osten durch gemeinsames Fußballspiel hin. Vorsitzender der Organisation ist der frühere Knesset-Vorsitzende Avraham Burg.

Foto: Miflaot

„Die ganze Idee besteht darin, dass sie [die Kinder] sich kennenlernen, Stereotypen aufbrechen und so zwanglos lernen,  dass die andere Seite nicht aus Dämonen besteht, wie es in den Nachrichten manchmal den Anschein hat“, sagt Gal Peleg, der Entwicklungsleiter von Mifalot.

Die Kinder arbeiten das Jahr über paarweise in verschiedenen Projekten zusammen und nehmen gemeinsam an Freizeitaktivitäten teil. Einmal im Jahr treffen sich dann alle zu dem großen Turnier.

Der junge Israeli Ofir, der an dem Turnier teilnahm, berichtet begeistert: „Sie sind nicht anders als wir. Ich bin froh, dass wir uns so treffen konnten. Der Palästinenser Tarek aus Umm al-Hir meint: „Das gemischte Spiel hat mir das Gefühl vermittelt, dass wir beginnen können, Frieden zu machen und das Leben durch Fußball zu genießen.“

Zu den prominenten Gästen der Veranstaltung zählten neben Avraham Burg auch Israels Minister für regionale Entwicklung, Silvan Shalom, und Andrew Stanley, der Leiter der EU-Mission in Israel.

Oberste Reihe, 4. von rechts: Avraham Burg; links daneben Silvan Shalom.

Weitere Informationen zu Mifalot


(Yedioth Ahronot, 13.06.10)

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Eine Antwort zu “Koexistenz durch Fußball

  1. Liebe Freunde des Fußballs in Israel,wir unterstützen ideell und mit unserem Leben die Idee eines Fußballaktivisten,jordanische und israelische Kinder
    gemeinsam Fußball spielen zu lassen.Sport verbindet und Brücken der Verständigung können aufgebaut werden.Wir wünschen Fortsetzung eines solchen Engagements.

    MIT EINEM HERZLICHEN SCHALOM

    Ulla Schmidt mit den Töchtern anna und Rabea

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