Israelische Studenten planen eigene Flotte

Photo: Tomer Neuberg

Die israelische Studentenvereinigung plant eine aus hunderten Yachten bestehende Flotte, um auf See die nächste Hilfsflotte in Richtung Gaza zu treffen.

Laut Boaz Toporovsky, dem Vorsitzenden der Organisation, haben 400 Besitzer von Yachten ihr Interesse an der Aktion bekundet. Diese soll in den nächsten zwei Wochen durchgeführt werden.

„Unser Anliegen ist es, mit den Mitgliedern Flotte zu sprechen, zu sehen, ob sie mit uns sprechen möchten, und sie zu fragen, warum die Probleme Israels, in Gaza und den palästinensischen Gebieten, sie so beunruhigen“, sagte Toporovsky gestern Abend Haaretz. „Wir würden sie fragen, warum sie nicht über die Kurdenproblematik sprechen oder über die getöteten Armenier oder andere Probleme. Wir möchten die Wahrheit zutage bringen, und die Heuchelei und Absurdität entlarven.“

Obwohl es aus der Türkei, dem Iran und von europäischen Aktivisten Berichte gibt, dass eine neue Gaza-Flotte geplant sei, gibt es keine konkreten Anzeichen dafür, dass die Blockade in den kommenden zwei Wochen gebrochen werden könnte. Die Free-Gaza-Bewegung hat unterdessen begonnen, Gelder für eine neue Hilfsflotte einzuwerben.

Gleichzeitig versuchen die Israelische Studentenvereinigung und eine Nichtregierungsorganisation Gelder einzutreiben, um ein Schiff zu leasen. Dieses soll in Richtung Türkei aufbrechen, um vor Ort für die kurdische Minderheit zu demonstrieren. Toporovsky sagt, dass „wir über die Idee nachgedacht haben, in die südliche Türkei oder nach Nord-Zypern zu reisen, wo es eine hohe kurdische Bevölkerungskonzentration gibt.“

(Haaretz, 8.6.2010)

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6 Antworten zu “Israelische Studenten planen eigene Flotte

  1. Ich will mitsegeln – mit den Israelischen Studenten 🙂

  2. mutig und sehr klug, den friedlichen Dialog zu wagen. Das soll den jungen Israelis erst einmal einer nachmachen. B’HATZlacha!

  3. Die sogenannten Friedensaktivisten haben bisher ja lediglich mit der Parole „Blockade brechen!“ lauthals „argumentiert“ – mehr Gesprächsbereitschaft kam da bisher nicht hinterher.

    Es ist mir unbegreiflich, dass sich die sogenannten Friedensaktivisten schnellstmöglich in ihre Heimatländer wieder zurückgezogen haben. Vor Ort hat man – soweit mir bekannt – nicht die freundliche und gewaltlose Auseinandersetzung mit der Gaza/Palästinenser-Problematik z.B. im Dialog mit allen Seiten gesucht.

    Dem friedlichen Gesprächsangebot seitens der israelischen studentischen Yachtaktivisten kann man sich vor der Weltöffentlichkeit wohl nicht entziehen ohne sich zu blamieren.

    Wer das Gespräch verweigert, scheint mir nur auf eine gewalttätige Fortsetzung und Eskalierung eines Konfliktes abzuzielen (aus welchen Gründen auch immer).

  4. Raffael aus Istanbul

    Ja dann sollen die Studenten doch mal losfahren. Weder die Türkei, noch irgendein anderes Land auf der Erde wird eine solche Flotte stürmen und 9 Menschen über den Haufen schießen.

    • Claudio Casula

      @ Raffael aus Istanbul

      Wird ja auch nicht nötig sein – weil die israelischen Studenten nicht aufs „Märtyrertum“ scharf sind und sich zu diesem Behufe mit Eisenstangen und Messern auf Türken stürzen könnten.

  5. Pingback: Krieg der Friedensflotten « Pforzemer Seckel

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